Geographie, Tourismus und Verkehr

Saranda bietet mehr als 320 Sonnentagen im Jahr

saranda-cityDie Hafenstadt Saranda liegt an einer kleinen und offenen Bucht im äußersten Süden von Albanien. Direkt am Ionischen Meer gelegen und von rund 200 Meter hohen Hügeln umgeben ist Saranda der ideale Badeort. Nur wenige Kilometer in südwestliche Richtung befindet sich die griechische Insel Korfu. Ein schmaler Hügelzug trennt Saranda von der fruchtbaren Ebene im Osten. Dieser Hügelzug steigt im Norden zu einem 600 Meter hohen Berg an. Im Süden zieht sich der Hügel bis an den Vivar-Kanal. Diese Wasserstraße verbindet das Ionische Meer mit dem See von Butrint. Die mittelalterliche Burg Kalaja e Lëkurësit liegt auf einem Teil des Hügelzuges im Südosten des Stadtzentrums. Im Norden des Stadtgebietes liegt die Albanische Riviera. Im Landesinneren, ungefähr 15 Kilometer von Saranda entfernt, befindet sich die Kleinstadt Delvina.

Sarandas Bevölkerung

Saranda hat um die 17.000 Einwohner. Ein Teil davon gehört zur griechischen Minderheit. Dieser Anteil nimmt stetig ab. So gehörten 1990 noch ca. 3.500 Einwohner zur griechischen Minderheit. 2011 waren es nur noch 1.500 Griechen. Diese Entwicklung ist einer wirtschaftlich bedingten Wanderungsbewegung geschuldet. So bekommen ethnische Griechen leichter eine Aufenthaltsgenehmigung im benachbarten Griechenland. Allerdings siedelten auch viele Griechen wegen der besseren Arbeitsbedingungen in die albanische Hauptstadt Tirana über.

Tourismus in Saranda

Der wichtigste Erwerbszweig von Saranda ist heute der Badetourismus. Dabei kommen die meisten Gäste der Stadt aus Albanien. Wodurch in den letzten Jahren ein wahrer Bau-Boom in Saranda stattfand. Viele Ferienwohnungen und Hotels sind entstanden, so dass sich die Stadt immer weiter in das Umland ausdehnt. Nachteilig an diesem Bau-Boom ist, dass der Reiz des kleinen Küstenortes immer weiter schwindet. Daher werden seit 2013 mit Hilfe eines Regierungsprogrammes illegal erbaute Häuser und Objekte abgerissen.

Die Ruinen von Butrint sind die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Saranda. Sie liegen ungefähr 15 Kilometer südlich der Stadt. Seit 1992 gehören sie zum Unesco-Weltkulturerbe. Ebenso sehenswert ist die byzantinische Kirche Shën Kollë in Mesopotam. Sie ist dem heiligen Nikolaus von Myra geweiht. Ein Besuch des Blauen Auges ist genauso lohnenswert. Die Karstquelle Syri i Kaltër ist ein einzigartiges Naturschauspiel. Eine weitere antike Stadt kann östlich von Finiq besichtigt werden. Das antike Phoinike war die Mutterstadt von Saranda. Hier wurde 2006 ein antikes Theater ausgegraben.

Jährlich besuchten rund 500.000 Touristen Saranda. 35 Prozent davon kommen aus dem Ausland. Die restlichen 65 Prozent sind Besucher aus Albanien und dem Kosovo. Seit der Badesaison 2014 gibt es an den Stränden Wachtürme für den Wasserrettungsdienst. Anreise nach Saranda

Verkehr

Aufgrund seiner Lage ist Saranda nur schlecht an die Zentren von Albanien angebunden. Das umliegende gebirgige Hinterland erschwert die infrastrukturellen Anbindungen. So dauert eine Fahrt in die 270 Kilometer entfernte Hauptstadt Tirana über Gjirokastra ungefähr vier Stunden. Dank der Erneuerung der kurvigen Küstenstraße entlang der Albanischen Riviera dauert die Fahrt in das 120 Kilometer entfernte Vlora ca. zwei Stunden. Jeglicher Verkehr von und nach Saranda führt über einen 572 Meter hohen Pass, den Qafa e Muzinës. Er stellt die wichtigste Verbindung mit dem Drinostal und dem Nord-Süd-Korridor dar. Bis zum Grenzübergang Konispol nach Griechenland sind es 35 Kilometer.

Täglich verkehren Fähren von Saranda nach Korfu. So kommen vor allem im Sommer viele ausländische Ausflügler in die Stadt. Während der Hochsaison fahren zudem auch Tragflügelboote nach Vlora und Himara.

Der Hafen von Saranda hat nur eine geringe Bedeutung als Warenumschlagplatz. Allerdings betreibt die albanische Marine dort einen Stützpunkt.

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